
Was bedeutet das? Bei einer Autoimmunerkrankung greift unser Immunsystem unser eigenes Körpergewebe an. Somit ist jede Autoimmunerkrankung eine „verwirrte“ bzw. „übersteigerte“ Abwehr-Reaktion des Organismus.

Bei einer Allergie wie Heuschnupfen werden die harmlosen Blütenpollen, die unsere Schleimhäute und Lungen berühren als Feinde wahrgenommen und bekämpft. Nicht die Blütenpollen sind Ursache der folgenden unangenehmen Symptome wie Juckreiz der Nasenschleimhaut und der Augen, Husten und Niesreiz, Tränenfluss und Nasensekret sowie anschwellen der Schleimhäute. Diese Beschwerden entstehen allein durch die körpereigene Abwehr. Es sind sozusagen „Kollateral-Schäden“, ausgelöst durch eine Entzündungsreaktion des Körpers.
Bei Erkrankungen wie M. Hashimoto (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse) und Diabetes I (Autoimmunerkrankung der Bauchspeicheldrüse, genauer: der insulinproduzierenden Langerhans Inseln), greift das Immunsystem des Organismus spezifische Körperzellen an. Jedes Gewebe besteht aus spezialisierten Zellen, die sich vom umliegenden Gewebe unterscheiden. Wird ein bestimmtes Gewebe (eine spezifische Zellart) als feindlich beurteilt, muss die immunologische Abwehr in Kraft treten.
Bei den Erkrankungen Morbus Crohn, Multipler Sklerose und Colitis ulcerosa sind die Ursachen für die „Immunregulationsstörung“ bislang ebenso unbekannt wie bei den vorher genannten Erkrankungen. Es wird vermutet, dass Bakterien oder Viren ein Auslöser sein können.
In jedem Fall scheint die Behandlung dieser Krankheiten schwierig. Meist wird Cortison (ein chemischer Nachbau des körpereigenen Cortisol aus der Nebennierenrinde mit entzündungshemmender Wirkung) eingesetzt, um die Beschwerden zu lindern. Doch Cortison hat Nebenwirkungen. Daher suchen Ärzte, Heilkundige und Patienten nach besseren, ebenso erfolgreichen Lösungen.

Gerade weil eine Aktivierung des Immunsystems und der Immunglobulingesteuerten Abwehr bei Autoimmunerkrankungen vermieden werden soll, wird in Fachkreisen diskutiert, ob Vitalpilze hier hilfreich sein können. Laboruntersuchungen belegen ihre regulierende Wirkung auf unspezifische Abwehrzellen des Organismus, was eine Stärkung des Körpers im Kampf gegen Eindringlinge wie Viren und Bakterien begünstigt, ohne jedoch die spezifische Abwehr spezialisierter Gewebe (IgA, IgE etc.) anzuregen.
In jedem Fall rate ich allerdings zu einer ganzheitlichen Untersuchung und persönlichen Testung der geeigneten Pilze. Denn jeder Mensch hat seine eigene individuelle Ausprägung einer Erkrankung und ist daher nicht vergleichbar mit anderen Leidensgenossen. Der persönliche Lebens- und Leidensweg sollte für eine erfolgreiche Behandlung immer mit in Betracht gezogen werden.
Bitte beachten Sie
Die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln wird derzeit noch in verschiedenen Laboratorien untersucht und ist bislang NICHT wissenschaftlich belegt.