
Sie sind weit verbreitet und für ihre Widerstandsfähigkeit bekannt. Ist die Fußsohle befallen, können Warzen durchaus auch schmerzhaft sein. An den Fingern und Händen werden sie oft als besonders unangenehm empfunden, denn dort fallen sie am meisten auf.
Warzen entstehen nicht etwa aus Unreinheit. Sie werden von Viren verursacht. Die Viren an sich allerdings stellen nicht das Problem dar. Bekommt ein Mensch Warzen, ist dies vielmehr ein Anzeichen dafür, dass die immunologische Abwehrlage seines Körpers nicht ganz intakt ist. Viele Menschen tragen Warzen verursachende Viren in sich. Erst in Kombination mit einer Schwächung des Immunsystems kann der Organismus die Viren nicht mehr erfolgreich bekämpfen und die Warze bildet sich aus.
Wenn Sie oder Ihr Kind von Warzen befallen sind, ist es wenig ratsam dem Impuls, an der Warze herumzupulen nachzugeben. Die auf diese Weise entstandenen Verletzungen führen oft zu einer leichten Blutung. Kommt das – mit Viren belastete – Blut dann an eine andere Körperstelle, kann sich dort eine neue Warze bilden.
Viel besser ist eine kontrollierte und konsequent durchgeführte Behandlung der Warzen und der umliegenden Hautareale.

Warzen lassen sich gut mit Naturheilmitteln behandeln. Die Behandlung erfordert allerdings eine disziplinierte Anwendung der Mittel über längere Zeit, mindestens bis die Warze optisch verschwunden ist. Es ist jedoch sinnvoll, die Behandlung 3 bis 6 Wochen nach dem Abheilen der Warzen weiter zu führen, damit ein wieder „aufblühen“ vermieden werden kann.
Einige meiner Patienten konnten gute Erfolge mit Propolis Tinktur erreichen. Die Tinktur sollte 30 % Propolis enthalten und mehrmals tgl. auf die Warzen aufgetropft werden. Bitte das Propolis antrocknen lassen und die Stelle sonst nicht weiter zusätzlich behandeln. Alle zusätzlichen Behandlungen erfolgen von innen.
Da nach meiner Erfahrung jedes Erscheinen von Symptomen eine innere Ursache hat, kombiniere ich die o. g. Behandlung gerne mit dem Einsatz von spagyrischen Mitteln. Diese wirken ähnlich wie die Homöopathie auf den Organismus und gleichzeitig auf das dem Symptom zugrunde liegende seelische Muster.
Aus psychosomatischer Sicht machen uns Warzen auf unsere dunkleren, ungeliebten Seelenanteile aufmerksam. Sie können also ein Hinweis auf eine Überanpassung an die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen unserer Umwelt sein. Dann wären sie eine Aufforderung offen zu uns zu stehen und mehr wir selbst zu sein. Sie können aber auch Ausdruck für ungelebte Gefühle sein und auf Schattenseiten unserer Persönlichkeit hinweisen. Dann zeigen sie, wo wir uns selbst ablehnen und was wir keinesfalls wünschen, dass Andere es sehen. Hier ist die Aufforderung, sich selbst liebevoll anzunehmen – mit allen Eigenschaften und Regungen – und zu erkennen, dass Liebe niemals bewertet, auch nicht sich selbst.
Unsere Symptome und Krankheiten sind oftmals unsere zuverlässigsten und genauesten Kritiker und Helfer. Wir tun gut daran, sie ernst zu nehmen, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und so unser Leben und Sein bewusster zu gestalten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine genussvolle Zeit!